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| Finanznachrichten

AIXTRON: Umsatzerlöse und Auftragseingänge in Q2/2017 erneut gestiegen

Prognose für Umsatz und Auftragseingang in 2017 angehoben

AIXTRON bekräftigt Ziel der Rückkehr in die Profitabilität für 2018

AIXTRON SE (FWB: AIXA), ein weltweit führender Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, hat heute seine Ergebnisse für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 veröffentlicht.

Mit EUR 128,5 Mio. lag der Auftragseingang in H1/2017 um 34% höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (H1/2016: EUR 95,5 Mio.), während er sich im Vergleich zum Vorquartal um 8% auf EUR 66,6 Mio. (Q1/2017: EUR 61,9 Mio.) verbesserte. Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von der gestiegenen Nachfrage nach MOCVD (Metal Organic Chemical Vapor Deposition)-Anlagen für VCSEL (Vertical-Cavity Surface-Emitting Laser), rote/orange/gelbe und Spezial-LEDs sowie für Leistungselektronik und CVD-Systemen für die Produktion von Flash-Speicheranwendungen getrieben.

Der Anlagen-Auftragsbestand zum 30. Juni 2017 lag bei EUR 93,4 Mio. und damit 7% über dem Wert vom 31. März 2017 in Höhe von EUR 87,6 Mio. (30. Juni 2016: EUR 86,2 Mio.). Der Großteil des Auftragsbestands ist für die Auslieferung in 2017 vorgesehen.

Die Umsatzerlöse in H1/2017 stiegen im Jahresvergleich auf EUR 114,1 Mio. (H1/2016: EUR  55,5 Mio.) während sie sich auch sequenziell gegenüber dem Vorquartal verbesserten (Q2/2017: EUR 60,6 Mio.; Q1/2017: EUR 53,6 Mio.).

Der Free Cashflow belief sich in H1/2017 auf EUR 40,3 Mio. und stieg damit im Jahresvergleich um EUR 81,3 Mio. (H1/2016: EUR -41,0 Mio.). Dies beinhaltet positive Zahlen in zwei aufeinander folgenden Quartalen (Q2/2017: EUR 7,0 Mio.; Q1/2017: EUR 33,3 Mio.), was vor allem auf den Ausgleich ausstehender Forderungen sowie auf erhaltene Anzahlungen von Kunden zurückzuführen ist.

Die liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Finanzanlagen (Bankeinlagen mit einer Laufzeit von mindestens 90 Tagen) stiegen zum 30. Juni 2017 auf EUR 197,1 Mio. gegenüber EUR 193,6 Mio. zum 31. März 2017.

  

Eckdaten Finanzlage

H1/2017

H1/2016

+/-

(%)

(in Mio. EUR)

Bereinigt

Restrukturierung

Berichtet

Berichtet

Auftragseingang

128,5

 

128,5

95,5

34

Auftragsbestand (nur Anlagen)

93,4

 

93,4

86,2

8

Umsatzerlöse

114,1

 

114,1

55,5

106

Bruttomarge

30,6

2,3

28,3

10,0

n.a.

%

27

 

25

18

9 pp

EBITDA

-4,0

6,2

-10,2

-20,0

80

EBIT

-9,6

14,5

-24,1

-25,9

63

%

-8

 

-21

-47

39 pp

Nettoergebnis

-10,4

14,5

-24,9

-26,6

61

%

-9

 

-22

-48

39 pp

Ergebnis je Aktie (EUR)

-0,09

-0,13

-0,22

-0,23

61

Free Cash Flow*

40,3

 

40,3

-41,0

n.a.

Q2/2017

Q1/2017

+/-

(%)

(in Mio. EUR)

Bereinigt

Restrukturierung

Berichtet

Bereinigt

Restrukturierung

Berichtet

Auftragseingang

66,6

 

66,6

61,9

 

61,9

8

Auftragsbestand (nur Anlagen)

93,4

 

93,4

87,6

 

87,6

7

Umsatzerlöse

60,6

 

60,6

53,6

 

53,6

13

Bruttomarge

16,0

1,3

14,7

14,7

1,1

13,6

9

%

26

 

24

27

 

25

1 pp

EBITDA

-1,3

3,0

-4,2

-2,7

3,2

-6,0

52

EBIT

-3,6

7,7

-11,3

-5,9

6,8

-12,7

n.a.

%

-6

 

-19

-11

 

-24

5 pp

Nettoergebnis

-3,7

7,7

-11,4

-6,7

6,8

-13,5

45

%

-6

 

-19

-12

 

-25

6 pp

Ergebnis je Aktie (EUR)

-0,03

-0,07

-0,10

-0,06

-0,06

-0,12

50

Free Cash Flow*

7,0

 

7,0

33,3

 

33,3

n.a.


*CF laufende Geschäftstätigkeit + CF Investitionstätigkeit + Veränderung der kurzfristigen Finanzanlagen, bereinigt um Akquisitionseffekte


Geschäftsentwicklung

Wie bereits ausgeführt wurden die Umsatzerlöse und Auftragseingänge in der ersten Jahreshälfte 2017 von der starken Nachfrage nach Produktionssystemen für VCSEL, ROY- und Spezial-LEDs sowie für Leistungselektronik und für die Herstellung von Flash-Speicheranwendungen getrieben.

Nach dem Einfrieren der Anlagenentwicklungsaktivitäten für III-V-Materialien zur Herstellung zukünftiger Prozessorgenerationen (TFOS) in Q1/2017, die in Abschreibungen in Höhe von EUR 6,6 Mio. resultierten, wurde das EBIT in Q2/2017 unter anderem durch Abschreibungen von EUR 6,4 Mio. auf das Einfrieren der Entwicklungsaktivitäten für die Dünnfilmverkapselung (TFE) belastet.

In H1/2017 hat AIXTRON die Neuausrichtung des Unternehmens weiter vorangetrieben, um die F&E-Ausgaben an die Umsätze anzugleichen und 2018 in die Profitabilität zurückzukehren. In diesem Zusammenhang steht auch der in Q2/2017 angekündigte Verkauf der ALD/CVD-Produktionslinie in den USA an die koreanische Eugene Technologies, Inc. Darüber hinaus kommt die Schaffung eines Gemeinschaftsunternehmens für die AIXTRON OLED-Depositionstechnologie weiter voran. Um diesen Prozess zu unterstützen wurde die APEVA SE, eine vollständige Tochter der AIXTRON SE gegründet.

Die Herstellungskosten in H1/2017 stiegen im Jahresvergleich auf EUR 85,8 Mio. oder 75% vom Umsatz (H1/2016: EUR 45,5 Mio. oder 82% vom Umsatz). Dies war auf die entsprechenden Umsatzniveaus in der ersten Jahreshälfte sowie die Abschreibungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. auf die TFE-Aktivitäten in Q2/2017 und EUR 1,0 Mio. auf die TFOS-Aktivitäten in Q1/2017 zurückzuführen.

Bereinigt um Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 2,3 Mio. verbesserten sich Bruttoergebnis und Bruttomarge in H1/2017 auf EUR 30,6 Mio. bzw. 27% gegenüber dem Vorjahr (H1/2016: EUR 10,0 Mio.; 18% Bruttomarge). Aufgrund der zuvor genannten Faktoren verbesserte sich das Bruttoergebnis auch im Quartalsvergleich (Q2/2017: EUR 16,0 Mio., 26% Bruttomarge; Q1/2017: EUR 14,7 Mio., 27% Bruttomarge).

Die betrieblichen Aufwendungen in H1/2017 beliefen sich ohne Restrukturierungskosten, die insgesamt EUR 12,2 Mio. betrugen und Abschreibungen auf TFOS- und TFE-Aktivitäten in Höhe von EUR 10,7 Mio. enthielten, auf EUR 40,2 Mio. (H1/2016: EUR 35,9 Mio.). Sequenziell sanken die um Restrukturierungskosten bereinigten Betriebsaufwendungen in Q2/2017 auf EUR 19,6 Mio. (Q1/2017: EUR 20,6 Mio.).

Die zuvor genannten Faktoren führten zu einem bereinigten EBITDA von EUR -4,0 Mio. in H1/2017, was sich damit um 80% gegenüber dem Vorjahr (H1/2016: EUR -20,0 Mio.) verbesserte. Im Quartalsvergleich betrug das bereinigte EBITDA in Q2/2017 EUR -1,3 Mio. (Q1/2017: EUR -2,7 Mio.).

Das um Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 14,5 Mio. bereinigte EBIT in H1/2017 betrug EUR -9,6 Mio. und stieg damit im Jahresvergleich um 63% (H1/2016: EUR -25,9 Mio.). In Q2/2017 verbesserte sich das Betriebsergebnis unter Berücksichtigung von Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 7,7 Mio. auf EUR -3,6 Mio. (Q1/2017: EUR -5,9 Mio., bereinigt um EUR 6,8 Mio.).

Das bereinigte Nettoergebnis in H1/2017 verbesserte sich im Jahresvergleich von EUR -26,6 Mio. auf EUR -10,4 Mio.


Bericht des Vorstands

Kim Schindelhauer, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON SE, kommentiert: „Die positive Entwicklung beim Auftragseingang hat sich im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt und wird sich in verbesserten Umsätzen niederschlagen. Daher haben wir uns entschlossen, die Prognose für Umsatz und Auftragseingang im Geschäftsjahr 2017 anzuheben.

Darüber hinaus haben wir im ersten Halbjahr 2017 die Fokussierung auf unser Kerngeschäft

  • mit dem Verkauf des ALD/CVD-Geschäfts an Eugene Technologies,
  • der Einstellung unserer TFOS- und TFE-Aktivitäten
  • sowie zuletzt mit der Gründung unserer 100-prozentigen Tochtergesellschaft APEVA SE zur Ausgliederung unseres OLED-Geschäfts

weiter vorangetrieben.

Auch freuen wir uns, dass Dr. Felix Grawert am 14. August 2017 als neuer Vorstand zu uns stoßen wird und wir damit in H1/2017 die Mehrheit der Aufgaben zur Neuausrichtung von AIXTRON erfolgreich abschließen konnten. Unter Berücksichtigung dieser Fakten können wir sagen, dass sich AIXTRON auf dem Weg zurück zur Profitabilität im Jahr 2018 befindet.”


Prognose

Basierend auf seiner Einschätzung der Auftragslage von AIXTRON geht der Vorstand nun davon aus, im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse und Auftragseingänge zwischen EUR 210 Mio. und 230 Mio. zu erzielen.

AIXTRON wird die Neuausrichtung des Konzerns weiter vorantreiben und die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen mit den Umsatzerlösen in Einklang bringen, um im Geschäftsjahr 2018 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Da die Umsetzung dieser Strategie starken Einfluss auf die Ertragslage haben könnte, gibt der Vorstand keine Prognose zu EBITDA, EBIT und Nettoergebnis im Geschäftsjahr 2017 ab. Der Vorstand wird eine aktualisierte Prognose zur Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2017 abgeben, sobald sich die oben genannten Pläne und Maßnahmen konkretisieren.

Der Vorstand geht davon aus im Geschäftsjahr 2017 einen positiven Free Cashflow und im Geschäftsjahr 2018 ein positives EBIT zu erzielen.


Finanzinformationen

Die Präsentation zu den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2017 ist unter http://www.aixtron.com/de/investoren/ir-praesentationen verfügbar. Die vollständigen Finanztabellen des Konzerns (Gewinn- und Verlustrechnung, Sonstiges Ergebnis der Periode, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie Entwicklung des Eigenkapitals) zu dieser Pressemitteilung sind als Teil des Halbjahresfinanzberichts H1/2017 unter http://www.aixtron.com/de/investoren/finanzberichte abrufbar.


Telefonkonferenz für Investoren

Im Rahmen der Veröffentlichung der Ergebnisse der ersten Halbjahres 2017 wird AIXTRON am Dienstag, den 25. Juli 2017, um 15:00 Uhr MESZ (06:00 a.m. PDT, 09:00 EDT a.m.) eine Telefonkonferenz (in englischer Sprache) für Analysten und Investoren abhalten. Sie können sich ab 14:45 Uhr MESZ (05:45 PDT, 08:45 EDT) unter folgender Telefonnummer in die Konferenz einwählen: +49 (69) 247 501-899 oder +1 (212) 444-0297. Einen Audiomitschnitt oder eine Abschrift finden Sie nach der Konferenz unter http://www.aixtron.com/de/investoren/events/telefonkonferenz.


Kontakt:

Guido Pickert
Investor Relations und Konzernkommunikation
T: +49 (2407) 9030-444
F: +49 (2407) 9030-445
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