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| Finanznachrichten

AIXTRON: Finanzziele in 2016 erreicht

Nettogewinn in Q4/2016 / Gesamtjahr aufgrund weiterhin hoher Forschungs- und Entwicklungskosten negativ / Auftragseingang und Auftragsbestand steigen deutlich

AIXTRON SE (FSE: AIXA; OTC: AIXNY), ein weltweit führender Hersteller von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, hat heute seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 sowie das vierte Quartal 2016 veröffentlicht.

AIXTRON hat mit einem starken zweiten Halbjahr seine Anfang des Jahres veröffentlichte Prognose erfüllt. Die Umsatzerlöse in 2016 lagen mit EUR 196,5 Mio. (2015: EUR 197,8 Mio.) nahezu auf Vorjahresniveau und erreichten aufgrund planmäßig hoher Anlagenlieferungen in Q4/2016 mit EUR 89,8 Mio. (Q3/2016: EUR 51,2 Mio.) den höchsten Quartalswert seit 2011. Die stärksten Beiträge lieferten die Produktionsanlagen für LED, Telekommunikation und Optoelektronik sowie für die Siliziumindustrie.

Das EBITDA stieg in 2016 um 52% gegenüber dem Vorjahr (2016: EUR -7,9 Mio.; 2015: EUR -16,4 Mio.). Dies ist auf das starke vierte Quartal 2016 (Q4/2016: EUR 12,5 Mio.; Q3/2016: EUR -0,4 Mio.) zurückzuführen, in dem auch ein positives EBIT und Nettoergebnis in Höhe von EUR 7,9 Mio. bzw. EUR 6,4 Mio. erzielt wurden. Wie erwartet war das EBITDA des zweiten Halbjahres 2016 mit EUR 12,1 Mio. in Summe positiv.

Der Free Cashflow belief sich in 2016 auf EUR -42,9 Mio. und verbesserte sich damit im Jahresvergleich um EUR 14,4 Mio. oder 25% (2015: EUR -57,3 Mio.). Der negative Free Cashflow von EUR -4,9 Mio. im vierten Quartal 2016 (Q3/2016: EUR 3,0 Mio.) ist vor allem auf die hohe Auslieferungsrate zum Jahresende zurückzuführen. Ein großer Teil der dadurch gestiegenen Forderungen ist in Q1/2017 eingegangen.

In 2016 erreichte der Gesamtauftragseingang mit EUR 225,1 Mio. oder 35% über dem Vorjahr (2015: EUR 167,1 Mio.) den höchsten Stand seit fünf Jahren. In Q4/2016 war der Gesamtauftragseingang gegenüber dem Vorquartal leicht rückläufig, bewegte sich aber bedingt durch eine gleichbleibend hohe Nachfrage nach LED-, Telekommunikations- und optoelektronischen Anwendungen, darunter auch dem Verkauf von AIX R6 aus Lagerbeständen, mit EUR 60,5 Mio. deutlich über dem Vorjahr (Q3/2016: EUR 69,0 Mio., Q4/2015: EUR 31,3 Mio.).

Der Anlagen-Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 lag bei EUR 78,1 Mio. und damit 67% über dem Wert vom Anfang des Jahres in Höhe von EUR 46,7 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 42,9 Mio.; 30. September 2016: EUR 104,0 Mio.).

 

Eckdaten Finanzlage

2016

2015

+/-

2016

2016

+/-

(in Millionen EUR)

GJ

GJ

Q4

Q3

Umsatzerlöse

196,5

197,8

-1%

89,8

51,2

75%

Bruttoergebnis

56,3

49,8

13%

29,4

16,9

74%

Bruttomarge

29%

25%

4pp

33%

33%

0pp

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

-7,9

-16,4

52%

12,5

-0,4

n.m.

Betriebsergebnis (EBIT)

-21,4

-26,7

20%

7,9

-3,4

n.m.

EBIT-Marge

-11%

-14%

3pp

7%

-7%

14pp

Nettoergebnis

-24,0

-29,2

18%

6,4

-3,8

n.m.

Nettoergebnis-Marge

-12%

-15%

3pp

7%

-7%

14pp

Ergebnis je Aktie - unverwässert (EUR)

-0,22

-0,26

15%

0,05

-0,04

n.m.

Ergebnis je Aktie - verwässert (EUR)

-0,22

-0,26

15%

0,05

-0,04

n.m.

Zahlungsmittelzufluss (Free Cashflow)*

-42,9

-57,3

25%

-4,9

3,0

n.m.

Gesamtauftragseingang

225,1

167,1

35%

60,5

69,0

-12%

Anlagen-Auftragsbestand (Periodenende)

78,1

42,9

82%

78,1

104,0

-25%


*CF laufende Geschäftstätigkeit + CF Investitionstätigkeit + Veränderung der kurzfristigen Finanzanlagen, bereinigt um Akquisitionseffekte (Anzahlungen und Darlehen)

 

Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse haben sich im Gesamtjahr wie auch in Q4/2016 wie erwartet entwickelt. Treiber der Entwicklung bei Umsatz und Auftragseingängen im vierten Quartal 2016 war die Nachfrage nach Produktionsanlagen für LED, Telekommunikation und Optoelektronik sowie für die Siliziumindustrie, was vor allem auf Technologietrends wie Big Data, Cloud Computing, Elektromobilität oder den kommenden Mobilfunkstandard 5G zurückzuführen ist.

Die Herstellungskosten in 2016 sanken im Jahresvergleich auf EUR 140,2 Mio. oder 71% vom Umsatz (2015: EUR 147,9 Mio. oder 75% vom Umsatz). Dies ist auf eine gesteigerte Effizienz bei Produktion und Kundendienst zurückzuführen, was auch zu niedrigeren Abschreibungen auf Vorratsbestände führte. Gegenüber dem Vorquartal blieben die Herstellungskosten im Verhältnis zum Umsatz in Q4/2016 stabil (Q4/2016: EUR 60,5 Mio. oder 67%; Q3/2016: EUR 34,2 Mio. oder 67%).

Das Bruttoergebnis und die Bruttomarge entwickelten sich in 2016 mit EUR 56,3 Mio. bzw. 29% entsprechend positiv  (2015: EUR 49,8 Mio., 25% Bruttomarge). Dasselbe gilt für den Quartalsvergleich (Q4/2016: EUR 29,4 Mio., 33% Bruttomarge; Q4/2015: EUR 19,6 Mio., 31% Bruttomarge; Q3/2016: EUR 16,9 Mio.; 33% Bruttomarge).

Die betrieblichen Aufwendungen in 2016 blieben im Jahresvergleich mit EUR 77,7 Mio. stabil (2015: EUR 76,5 Mio.), was hauptsächlich auf die anhaltende Kostenkontrolle zurückzuführen ist. Die Betriebsaufwendungen lagen damit im Rahmen des Kostenziels von ca. EUR 80,0 Mio. jährlich. Die Betriebsaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz lagen im Geschäftsjahr 2016 bei knapp 40% (2015: 39%). Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Betriebsaufwendungen auf EUR 21,4 Mio. (Q3/2016: EUR 20,4 Mio.).

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich im Vorjahresvergleich um EUR 5,3 Mio. auf EUR -21,4 Mio. in 2016 (2015: EUR -26,7 Mio.). In Q4/2016 erhöhte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorquartal auf EUR 7,9 Mio. (Q3/2016: EUR -3,4 Mio.).

Das Nettoergebnis in 2016 belief sich auf EUR -24,0 Mio. und verbesserte sich damit um 18% gegenüber dem Vorjahr (2015: EUR -29,2 Mio.). In Q4/2016 wurde ein Nettogewinn in Höhe von EUR 6,4 Mio. erzielt (Q3/2016: EUR -3,8 Mio.).

Die liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Finanzanlagen (Bankeinlagen mit einer Laufzeit von mindestens 90 Tagen) beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 160,1 Mio. gegenüber EUR 209,4 Mio. zum 31. Dezember 2015. Die Differenz ist hauptsächlich auf das negative Jahresergebnis, die Zahlung der zweiten Rate der vereinbarten Erstattung der Anzahlungen an einen chinesischen Kunden in Höhe von EUR 17,2 Mio. sowie eine vereinbarte Meilensteinzahlung von EUR 4,1 Mio. im Zusammenhang mit der im Jahr 2015 erworbenen PlasmaSi in Q1/2016 zurückzuführen. Aufgrund der hohen Auslieferungsrate zum Jahresende 2016 stiegen die Forderungen signifikant. Der Zahlungseingang für einen Großteil dieser Forderungen wird für Q1/2017 erwartet.

 

Bericht des Vorstands

„Das beherrschende Thema des Geschäftsjahres 2016 war sicherlich die versuchte Übernahme durch Grand Chip Investment, die das Ziel hatte, den Zugang zum wichtigen chinesischen Markt abzusichern und gleichzeitig das gesamte Produktportfolio von AIXTRON zur Marktreife zu bringen. Nach der Anordnung des amerikanischen Präsidenten, in der er die Übernahme des US-Geschäfts von AIXTRON durch den Bieter untersagte und dem folgenden Rückzug des Investors, hat AIXTRON seine Unternehmensstrategie, die auf eine nachhaltige Rückkehr in die Profitabilität und ein positives Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2018 abzielt, neu ausgerichtet. Diese gilt es nun umzusetzen", erläutert Martin Goetzeler, Vorstandsvorsitzender der AIXTRON SE.

„Operativ haben wir im Geschäftsjahr 2016 wieder zahlreiche wichtige Fortschritte erzielt und unsere zu Jahresbeginn kommunizierten Finanzziele erreicht. Mit einer starken zweiten Jahreshälfte, insbesondere im vierten Quartal 2016, haben wir erneut die Ergebnislage des Unternehmens für das Gesamtjahr verbessert, auch wenn wir aufgrund der weiterhin hohen Forschungs- und Entwicklungskosten noch keine schwarzen Zahlen schreiben.

Wichtig war, dass wir die Diversifizierung unseres Technologie- und Produktportfolios im vergangenen Jahr erfolgreich fortgesetzt haben. Das war auch einer der Gründe, warum wir nach eigenen Berechnungen in 2016 wieder Weltmarktführer für MOCVD-Anlagen waren. Der stark gestiegene Anlagen-Auftragsbestand lässt uns für 2017 zuversichtlich nach vorne schauen, insbesondere mit Blick auf die Opto- und Leistungselektronik sowie den Siliziumbereich. Mit der Auslieferung einer Beta-Anlage in der Größe Gen1 (200 x 200 mm) an einen großen Display-Hersteller zur Demonstration unserer Produktionsprozesse vor Ort haben wir auch in der organischen Elektronik einen entscheidenden Schritt gemacht, wodurch wir dem ursprünglich für 2016 angestrebten ersten Auftrag einen wichtigen Schritt näher gekommen sind.

Insgesamt befindet sich AIXTRON mit der nun eingeschlagenen Strategie, den innovativen Produkten für zahlreiche wichtige Zukunftsmärkte, den in den vergangenen Jahren implementierten Prozessen und Strukturen sowie der klaren Ergebnisorientierung auf einem guten Weg zurück zu nachhaltiger Profitabilität.“

 

Prognose

Nach Beendigung der geplanten Übernahme durch einen chinesischen Investor im Dezember 2016 konzentriert sich AIXTRON in seiner Unternehmensstrategie nun auf die optimale Aufstellung des Technologieportfolios. Vor diesem Hintergrund verfolgt AIXTRON derzeit unterschiedliche Möglichkeiten, wie die hohen Vorlaufkosten für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien erfolgreich verringert werden können. Hierzu gehören die Suche nach Partnern genauso wie die Prüfung von Joint Ventures und anderer Möglichkeiten. All diese Maßnahmen zielen auf die nachhaltige Rückkehr zur Profitabilität und ein positives Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2018 ab.

Basierend auf der aktuellen Unternehmensstruktur und Einschätzung der aktuellen Auftragslage mit dem aktuellen Budgetkurs von 1,10 USD/EUR rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 mit Umsatzerlösen und Auftragseingängen in einer Bandbreite zwischen EUR 180 Mio. und 210 Mio.

Aufgrund geplanter Zusatzkosten für die Entwicklung von Zukunftstechnologien und basierend auf der aktuellen Unternehmensstruktur erwartet AIXTRON, im Geschäftsjahr 2017 ein niedrigeres EBITDA, EBIT und Nettoergebnis zu erzielen. Wie zuvor beschrieben, verfolgt AIXTRON derzeit unterschiedliche Möglichkeiten, um die nachhaltige Rückkehr zur Profitabilität zu ermöglichen. In Abhängigkeit von der Umsetzung der oben erwähnten Strategie und der sich daraus ergebenden verschiedenen Optionen sowie aufgrund der Unsicherheit über deren Auswirkungen auf die Ertragslage sieht sich der Vorstand derzeit nicht in der Lage, eine Prognose für das EBITDA, EBIT und Nettoergebnis im Geschäftsjahr 2017 abzugeben. Der Vorstand wird eine aktualisierte Prognose über die Ergebnisentwicklung für das Geschäftsjahr 2017 abgeben, sobald sich oben genannte Pläne konkretisieren.

Der Vorstand erwartet unter anderem aufgrund des Wegfalls der in Q1/2016 geleisteten Rückerstattung einer Anzahlung in signifikanter Höhe, in 2017 eine weitere Verbesserung des Free Cashflow zu erzielen.

Zusätzlich zu den vorgenannten Aktivitäten wird der Vorstand weiter besonderes Augenmerk auf Kostenentwicklung, Margenbeiträge und Mittelverwendung legen sowie kontinuierlich die Leistungsfähigkeit und Zukunftsaussichten des Produktportfolios überprüfen.

Wie in den Vorjahren geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2017 keine externe Bankenfinanzierung benötigen wird. Darüber hinaus wird die Gesellschaft auf absehbare Zeit auch ihre solide Eigenkapitalbasis aufrechterhalten können.

 

Finanzinformationen

Die Präsentation zu den Ergebnissen des Gesamtjahres 2016 ist unter http://www.aixtron.com/de/investoren/ir-praesentationen verfügbar. Die vollständigen Finanztabellen des Konzerns (Gewinn- und Verlustrechnung, Sonstiges Ergebnis der Periode, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie Entwicklung des Eigenkapitals) zu dieser Pressemitteilung sind als Teil des Geschäftsberichts 2016 unter http://www.aixtron.com/de/investoren/finanzberichte abrufbar. AIXTRONs interaktiver Online-Geschäftsbericht 2016 kann unter http://geschaeftsbericht2016.aixtron.com aufgerufen werden.

 

Telefonkonferenz für Investoren

Im Rahmen der Veröffentlichung der Gesamtjahresergebnisse 2016 wird AIXTRON am Donnerstag, den 23. Februar 2017, um 15:00 Uhr MEZ (06:00 a.m. PST, 09:00 a.m. EST) eine Telefonkonferenz (in englischer Sprache) für Analysten und Investoren abhalten. Sie können sich ab 14:45 Uhr MEZ (05:45 a.m. PST, 08:45 a.m. EST) unter folgender Telefonnummer in die Konferenz einwählen: +49 (69) 247501-899 oder +1 (212) 444-0297. Einen Audiomitschnitt oder eine Abschrift finden Sie nach der Konferenz unter http://www.aixtron.com/de/investoren/events/telefonkonferenz.

 

Kontakt:

Guido Pickert
Investor Relations und Konzernkommunikation
T: +49 (2407) 9030-444
F: +49 (2407) 9030-445
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